Ich reime individuell und manchmal sogar originell

Herbstgedichte 2022 - Gedichte Herbst

Kaum eine Jahreszeit bietet sich so sehr für Gedichte an wie der Herbst. Man denkt sofort an starken Wind, bunte Blätter an Bäumen und auf dem Boden, Eicheln, Kastanien und ans Drachen steigen lassen. Dazu noch ein paar Pfützen und natürlich Gummistiefel und schon befindet man sich gefühlt mitten im November.


Als ich mich in diese Jahreszeit hineinversetzt habe, war es gar kein Problem für mich ein paar moderne Herbstgedichte für Kinder und natürlich auch für Erwachsene zu dichten. Mal sind sie lustig und fröhlich, manchmal einfach nur der Jahreszeit entsprechend etwas nachdenklich oder besinnlich. Was sie aber ganz sicher nicht sind ist: langweilig. Ich komme manchmal schon auf seltsame Ideen ;-)


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Herbstgedichte 2022 in der Übersicht


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Herbstgedicht der Kinder (lustig, fröhlich)

Der Herbst ist endlich wieder da,

wir Kinder rufen laut: „Hurra!“

Der Wind fängt kräftig an zu pusten,

passt man nicht auf, bekommt man Husten.


Nun ist die Zeit zum Drachen steigen,

kommt, lasst sie unsren Freunden zeigen.

Nachdem sie erst am Boden liegen,

rennen wir los – nun könn sie fliegen.


Kommt dann zum Wind auch noch der Regen,

dann heißt es auf die Lauer legen,

denn ist der Boden richtig nass,

macht Pfützen springen großen Spaß.


Auch basteln ist im Herbst ganz toll,

denn nun ist um uns alles voll,

mit Blättern bunt, die wir aufheben,

um sie dann ganz schön aufzukleben.


Kastanien sind nun auch der Hit

- und Eicheln nehm wir auch noch mit;

Figuren könn wir daraus bauen,

die sind gar lustig anzuschauen.


Der Herbst ist für uns Kinder spitze,

vorbei ist jetzt des Sommers Hitze.

Und friern wir doch mal, sind wir schlau,

und wärmen uns mit nem Kakao.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de

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Blätter im Herbst

Wenn grüne Blätter bunt sich färben,

manch andere nur kraftlos sterben

und sanft vom Baum herunterschweben,

dann ist der Herbst erwacht zum Leben.


Der Wind trägt Blätter nun hinfort,

weit weg, an einen andren Ort.

Einst grüne Sträucher, Büsche, Bäume,

sind nun so kahl wie Gartenzäune.


Es fallen die Temperaturen,

zurück gestellt werden die Uhren.

Auch wird es kälter, Tag und Nacht

und manchmal wird schon Frost gebracht.


Man kann schon fast den Winter sehen,

er wird bald vor der Türe stehen.

Genießt noch schnell des Herbstes Wind,

durch den man schöne Blätter find.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


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Das letzte Blatt

Ein Blatt, das hing an einem Baume,

es hing gar fest an diesem Ort.

Dicht neben ihm hing eine Pflaume,

doch eines Tages war sie fort.


Der Wind hatte zu stark geblasen, 

wie er im Herbst es gerne tut,

nun lag die Pflaume auf dem Rasen;

ich glaub es ging ihr gar nicht gut.


Vom Sturz hatte sie eine Prellung,

sie war am ganzen Körper blau

und rollte dann, wie auf Bestellung,

in einen alten Hasenbau.


Das Blatt, das hing nun ganz alleine,

als letztes an des Baumes Ast

und sah hinab auf Gras und Steine,

als eine Sturmbö es erfasst.


Es tanzt im Wind und fliegt von dannen,

über den dichten Wald davon.

Hoch über Fichten und auch Tannen,

fast wie ein kleiner Luftballon.


Doch schließlich ändert sich das Wetter,

das Blatt erreicht nun einen Hain;

schwebt auf ein Meer gar bunter Blätter

und ist ab jetzt nicht mehr allein.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


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Die Eiche (lustig, ideal für Kinder)

Eine Eiche war sehr stolz,

auf ihren Stamm aus hartem Holz

und auch ihr grünes Blattgewand,

sie als besonders schön empfand.


Im Herbst 5.000 Eicheln wuchsen;

stolz sah sie Kinder danach suchen,

während derweil ihr Blätterkleid

sich nun verfärbte mit der Zeit.


Die Blätter wurden gelb und rot,

was einen schönen Anblick bot,

denn in der Sonne hellem Schein,

die Eiche golden schien zu sein.


Doch eines Tages kam der Wind,

mit Kraft und Tempo ganz geschwind,

im Sturm er alle Blätter packt

und plötzlich war die Eiche nackt.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


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Herbstmonate

Neigt der September sich zum Ende,

erscheint der Herbst uns ganz behände.

Beginnt den Sommer zu vertreiben,

denn er will nun im Lande bleiben.

Färbt bunt gar viele grüne Blätter

und kühler wird ab jetzt das Wetter.


Ist der Oktober dann gekommen,

des Laubes Rascheln wird vernommen.

Der Blätter Gold im Sonnenschein,

wird sicher bald am Boden sein.

Gen Süden ziehn nun Vogelschwärme,

entfliehn der Kälte hin zur Wärme.


Dann im November bläst der Wind,

schiebt Wolken hin und her geschwind.

Der Regen peitscht herab voll Hast,

verwandelt Erde in Morast.

Und immer kälter wird es auch – 

ziert Nachtfrost morgens manchen Strauch.


Ist der Dezember angebrochen,

wird manchmal schon der Schnee gerochen.

Es wird schon ziemlich bald nun Nacht,

was auch die Tage kürzer macht.

Doch schön ist nun stets im Advent,

dass allerorts ein Lichtlein brennt.


Der Herbst ist Monate geblieben,

der Winter hat ihn nun vertrieben.

Nach Regen, Wind und Dunkelheit,

sind wir für Weihnachten bereit.

Doch sicher ist im nächsten Jahr,

er wieder pünktlich für uns da.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


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