Ich reime individuell und manchmal sogar originell

Gedichte für Kinder

In dieser Kategorie ist mir die Zuordnung teilweise nicht so leicht gefallen, denn es gibt von mir zwar ganz eindeutige, lustige Gedichte für Kinder, aber diese finden fast alle auch für Erwachsene lustig. Manche davon sind auch nur unterhaltsam und darüber hinaus gibt es in anderen Kategorien auch noch einige, die genauso gut in diese Kategorie passen würden. Aber z. B. ein Weihnachtsgedicht gehört natürlich in erster Linie auf die Seite Weihnachtsgedichte, auch wenn es ideal für Kinder ist. Deshalb schaut euch ruhig auch in anderen Kategorien um. 


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Gedichte für Kinder in der Übersicht


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Die Krone

Der König sprach zur Königin:

„Wo ist nur meine Krone hin?

Ich hatte sie heut früh noch auf,

bei meinem letzten Dauerlauf.“


Da sprach die Königin: „Ich weiß,

Du rochst danach etwas nach Schweiß.

Und duschen bist Du dann gegangen,

zumindest hast Du angefangen.“


„Dabei hab ich sie abgenommen.

Vielleicht ist sie davon geschwommen?

Doch halt, dafür ist sie zu schwer,

sie wiegt 2 Kilo oder mehr.“


Da stürmt der Prinz, der draußen war,

den Thronsaal, er ist grad 6 Jahr. 

Er trägt die Krone auf dem Haupt,

dabei ist das doch nicht erlaubt.


Sie sitzt ihm ganz tief im Gesicht,

mit seinen Augen sieht er nicht.

Er stolpert und in hohem Bogen,

die Krone ist davongeflogen.


Sie landet auf des Königs Schoß,

zu dessen Freude riesengroß.

Zum Glück ist dieses gute Stück,

nun unversehrt wieder zurück.


Die Krone hat der Prinz gefunden,

im Abflussbecken, diesem runden.

Vermutlich fiel sie dort hinein

und würde immer noch dort sein.


Doch als der junge Prinz sie fand,

nahm er geschwind sie in die Hand.

Zum Glück wurde sie nicht geraubt

und ziert wieder des Königs Haupt. 


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


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Der Ausflug

Familie Müller - gar nicht leise,

macht sich per Auto auf die Reise.

Sie fahren fröhlich durch den Wald

- das Ausflugsziel erreicht ist bald.


Da plötzlich springt ein Reh hervor,

die Kinder schreien auf im Chor:

"Vorsicht Papa, dort ein Reh!

Fahr es nicht an, du tust ihm weh!"


Der Vater reagiert geschwind,

doch an der Straße steht ein Kind.

So lenkt er hin, so lenkt er her,

dann kommt entgegen noch Verkehr.


Nun fahrn sie plötzlich durch 'ne Wiese

und merken holprig ist sehr diese.

Sind dann an einen Baum geknallt

- zum Glück warn alle angeschnallt.


Das Reh bekam nen großen Schreck,

rannte davon - nun ist es weg.

Auch der Familie geht es gut,

wenn auch so Manches schmerzen tut.


Doch hat das Auto großen Schaden,

wird auf nen Abschlepper geladen.

Solch einen Ausflug wird's im Leben

hoffentlich nie wieder geben. 


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


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Der Wespenstich

Ein Junge ging grad aus dem Haus

kurz an die frische Luft hinaus.

Die Sonne schien und es war warm,

da stach ne Wespe in sein Arm.


„Aua, verdammt, das tut doch weh,

selbst wenn ich einfach nur hier steh.

Du greifst mich einfach grundlos an,

was ich echt nicht verstehen kann.


Ich hoffe nur, du fieses Biest,

dass man dich heute noch erschießt,

oder du wirst einfach erschlagen,

dann kannst du niemanden mehr plagen.“


Der Wespe war das ganz egal:

„Ich steche ab und zu nun mal

und greife dabei Menschen an;

das mach ich gern, weil ich es kann.


Doch auch wenn dich mein Stachel sticht,

so bin ich doch kein Bösewicht,

denn immer, wenn sowas passiert,

wurde ich vorher provoziert.


Dann wird von mir nicht lang geschaut,

ich suche nur nach nackter Haut

und steche ohne Gnade zu;

mein Opfer warst halt diesmal du.“


Und die Moral von dem Gedicht:

Trau einer Wespe lieber nicht,

denn ist sie wütend erst einmal,

ist ihr, wer‘s Opfer ist, egal.

© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


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Die Raupe

Die Raupe lebte unentdeckt

in einem grünen Strauch,

da hat sie sich sehr gern versteckt

und konnt dort fressen auch.


Doch heute sah ich sie ganz klar,

worauf ich sie gleich fing,

denn wohl durch Zauberei sie war

plötzlich ein Schmetterling.


Verpuppt hatte die Raupe sich

und ruhte 14 Tage,

eh sie aus ihrer Hülle wich,

aus dieser starren Lage.


Natürlich lass ich sie gleich frei,

wollt sie ja gar nicht fangen.

So fliegt sie nun an mir vorbei,

die Freiheit zu erlangen.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


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Im Prinzip sind meine Gedichte für Kinder natürlich genauso für Erwachsene, wie z. B. die nachfolgende Ballade (so kann man das Gedicht wohl nennen), die von einem Prinz und einem Drachen handelt und aus einem Märchen oder einem Fantasy Roman stammen könnte.


Der Drache und der Prinz

Als man einst in einer Zeit sich befand,

in der Drachen herrschten über das Land,

bekämpften mit Waffen sie zahlreiche Ritter,

doch das Ende von ihnen war meistens sehr bitter.


Die Drachen verbreiteten Feuer und Schrecken,

das einfache Volk musste sich oft verstecken.

Die Menschen fürchteten stets um ihr Leben,

einen Ausweg für sie schien es niemals zu geben.


Doch eines Tages, ritt ein Prinz durch den Wald

und gelangte dabei an einen riesigen Spalt.

Dieser hielt einen Drachen gefangen,

der konnte hinaus nicht gelangen.


Er steckte voll Schmerz zwischen Felsen fest,

von all seiner Kraft blieb ihm nur noch ein Rest.

Nun wartete er still auf sein Ende

und der Prinz nahm sein Schwert in die Hände.


So trat denn der Prinz nah an ihn heran,

doch berührte mit Vorsicht den Drachen er dann

und plötzlich da waren sie, so wie es scheint,

mit Geist und mit Seele gemeinsam vereint.


Der Moment dauerte nur zwei Sekunden,

doch gefühlt waren es ganz viele Stunden.

Mit des Anderen Augen sahen sie kurz die Welt

und das keinem von Beiden das Töten gefällt.


Da fasste der Prinz den gewagten Entschluss,

dass der Drache heut sicher nicht sterben muss

und begann mit der Streitaxt und ganzer Kraft,

den Spalt zu verbreitern, bis er es geschafft.


Dem Drachen schien Hoffnung mehr Kraft zu verleihen

so konnte er ganz aus dem Spalt sich befreien.

Er reckte und streckte gleich all seine Glieder

und kam zu Kräften nun langsam auch wieder.


Er sprach: „Lieber Prinz, vielmals dank ich Dir!

Ich dachte zuerst, dass Du das Leben nimmst mir.

Doch als wir verbunden, sah ich in Deinem Herz,

dass auch Du so sehr leidest wegen Tod und auch Schmerz.


Wir Drachen, wir setzen uns auch nur zur Wehr,

denn jedes Jahr tötet ihr von uns noch mehr.

So lass uns doch Frieden schließen sofort

und die Kunde verbreiten an jedem Ort.


Meine Brüder, die werden Dein Volk nicht mehr jagen,

ich werde es ihnen heute noch sagen.

Doch im Gegenzug bitte ich Dich zu versprechen,

den Frieden mit uns auch nicht mehr zu brechen.“


Da sagte der Prinz: „So soll es geschehen.

Niemand soll auf Jagd nach Drachen mehr gehen.

Mein Vater ist König, er sitzt auf dem Thron,

er wird es befehlen, ich schwör‘ s als sein Sohn.“


So geschah es tatsächlich nach hunderten Jahren,

dass Menschen und Drachen keine Feinde mehr waren.

Die Achtung des Prinzen vor des Drachens Leben,

hatte dem Frieden letztendlich eine Chance gegeben.


Auch später, als König traf er oft noch den Drachen,

seinen guten Freund zum Reden und Lachen.

Die Menschen sie lebten nun friedlich und froh

und den Letzten der Drachen ging es ebenfalls so.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


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Mutmacher Gedichte für Kinder

Angst vorm Zahnarzt haben zwar manchmal auch Erwachsene, aber vor allem Kinder sind teilweise sehr ängstlich. Als ich letztens bei meiner Zahnärztin im Wartezimmer saß, war ich der Meinung, dass man bei ihr gar keine Angst haben muss und habe gleich zwei Mutmacher Gedichte für Kinder geschrieben. Sie unterscheiden sich aber nur ein bisschen, denn es gibt ja den Zahnarzt und die Zahnärztin und da muss man unterschiedlich schreiben und reimen.


Der Zahnarzt (Gedicht)

Der Zahnarzt ist ein netter Mann,

der Zähne reparieren kann.

Hast Du ein Loch in einem Zahn,

schaut er sich das ganz gründlich an.


Er reinigt Zahn und Loch sehr gut,

das ist es was er immer tut.

Vielleicht muss er auch etwas bohren,

das hörst Du dann mit Deinen Ohren.


Doch wenn er dann das Loch verschließt,

so dass Du davon nichts mehr siehst,

dann ist der Zahn wieder okay

und tut auch garantiert nicht weh.


Danach kannst Du zurück nach Haus,

Dein Zahn sieht wieder super aus.

Meist kannst Du auch gleich wieder essen,

doch: Zähne putzen nicht vergessen!


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


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Die Zahnärztin (Gedicht)

Die Zahnärztin, die nette Frau,

prüft Deine Zähne ganz genau.

Hast Du ein Loch in einem Zahn,

schaut sie sich das ganz gründlich an.


Sie reinigt Zahn und Loch sehr gut,

das ist es was sie immer tut.

Vielleicht muss sie auch etwas bohren,

das hörst Du dann mit Deinen Ohren.


Doch wenn sie dann das Loch verschließt,

so dass Du davon nichts mehr siehst,

dann ist der Zahn wieder okay

und tut auch garantiert nicht weh.


Danach kannst Du zurück nach Haus,

Dein Zahn sieht wieder super aus.

Meist kannst Du auch gleich wieder essen,

doch: Zähne putzen nicht vergessen!


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


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Auch die nächsten meiner Gedichte für Kinder dürft ihr Erwachsenen ruhig lesen. Die sind natürlich auch für euch geeignet ;-)


Die Zecke

Es saß auf eines Blattes Ecke

eine noch klitzekleine Zecke.

Sie träumte süß, von frischem Blut,

wie’s eine Zecke nun mal tut.


Doch unterm Baum von ihrem Blatt,

da war nur Wiese, kurz und glatt.

An Essen war dort nicht zu denken

und auch kein Blut gabs an Getränken.


Da kam ganz plötzlich eine Frau

und legte ihre Decke blau,

dort unten auf der Wiese hin,

wohl einen Mittagsschlaf im Sinn.


Die Zecke hatte kurz geschaut

und sah nun ganz viel nackte Haut.

Ein Festmahl schien auf sie zu warten,

dort auf der Wiese hier im Garten. 


Vor Hunger knurrte ihr der Magen,

da musste sie den Absprung wagen

und landete sehr elegant,

ganz sanft auf einer Frauenhand.


Nun sah sie sich in Ruhe um

und krabbelte auch etwas rum,

doch dann biss sie genüsslich zu

und saugte Menschenblut im Nu.


Es waren Stunden schon vergangen,

doch nicht der Zeckes Blut-Verlangen.

Die Frau war nun schon längst zu Hause,

stand duschend unter einer Brause.


Als sie entdeckte diese Zecke,

erholte sie sich schnell vom Schrecke,

denn ihr war gar nicht Angst und Bange;

griff schnell zu einer Zeckenzange.


Die Zecke wurde nun gekniffen

und von der Zange fest gegriffen,

gedreht bis ihr ganz schwindlig war

und sie herausrutschte, na klar.


Die Frau mochte kein Zeckentier

und griff sogleich zum Klopapier.

Sie drückte fest, es wurde rot,

dann war die arme Zecke tot. 


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


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Der Eindringling

Es ist spät abends, kurz nach elf,

ich bin allein zuhaus;

der Blick durchs Fenster zeigt mir grad:

Es sieht sehr finster aus.


Ich habe Durst und geh deshalb

in meine Küche rein;

da hör ich plötzlich etwas klirrn;

Hier muss doch jemand sein!


Ich lausche, doch ich kann nichts hörn,

ich hab mich wohl geirrt;

die Einsamkeit im dunklen Haus,

die hat mich wohl verwirrt.


Da ist es wieder und ich weiß,

dass da noch jemand ist.

Ich frage mich: "Was soll ich tun?"

und greif zu einer List.


Ich stell mich hintern Küchenschrank

und warte aufgeregt,

dass sich die weiße Küchentür

ganz vorsichtig bewegt ...


Bewaffnet hab ich mich derzeit,

mit einem Nudelholz;

Ich hoffe nur der Eindringling

trägt keine schweren Colts.


Da öffnet sich die Tür 'nen Spalt

und ich schlag kräftig zu;

ich schlag ins Leere und ich denk,

das gibts' doch nicht, nanu.


Ich mache Licht und seh mich um

und als ich grad so schau,

da hör ich plötzlich neben mir

ein ängstliches "Miau".


Ein kleines Kätzchen, noch sehr jung,

schaut mich erschrocken an;

sie sieht ziemlich verwahrlost aus,

dass sie ei(ne)m Leid tun kann.


Ich gab ihr etwas Wasser gleich

und schau woher sie kam,

so merk ich auch, dass sie den Weg

durchs Kellerfenster nahm.


Ich mach es zu und bin sehr froh,

dass es ein Tier nur war;

ein Einbrecher hätt's auch sein könn,

das wird mir plötzlich klar.


Von jetzt an pass ich besser auf

und mache dicht das Haus,

sonst raubt mich eines Tages noch

ein schlimmer Gauner aus.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de (1988)


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Der Silberfisch

Ein ziemlich großer Silberfisch

lief voller Neugier übern Tisch.

Da hat die Mutter ihn gesehn

und blieb vor Schreck auch sofort stehn,

denn Silberfische mag sie nicht,

das zeigt auch deutlich ihr Gesicht.


Dem Silberfisch fiel das nicht auf,

so nahm das Unglück seinen Lauf,

denn Mutter schnappt sich ‘nen Prospekt,

eh sich der Silberfisch versteckt

und schlägt ihn ohne Gnade tot;

deckt dann den Tisch fürs Abendbrot.


Und die Moral von Geschicht

heißt: Silberfisch zeige Dich nicht.

Du bist bei Menschen nicht beliebt,

sie möchten nicht, dass es Dich gibt;

zumindest nicht in ihrem Haus.

Drum Silberfische, reißt schnell aus.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


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Das waren sie also, meine Gedichte für Kinder und Erwachsene, zumindest in dieser Kategorie. Ihr findet weitere davon auch noch in anderen Kategorien wie Ostergedichte, Herbstgedichte, Nikolausgedichte, etc.

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