Ich reime individuell und manchmal sogar originell

Lustige Gedichte

Eigentlich ist das ja genau DIE Kategorie für mich, denn ich habe wirklich viele moderne, lustige Gedichte geschrieben. Allerdings findet ihr die meisten davon schon in anderen Kategorien, denn oft sind sie (auch) für Kinder oder sie gehören zu Weihnachten, Nikolaus, Ostern oder einem anderen Thema.


Bitte seht großzügig darüber hinweg, dass mein Humor auch ab und zu in totalen Blödsinn abdriftet, aber ich finde das gehört auch dazu, denn wenn ich erstmal in Fahrt bin, dann muss der Humor nicht immer feinsinnig sein, sondern es kann auch mal sehr flach werden.


Wichtiger Hinweis! Alle Inhalte dieser Website unterliegen dem Urheberrecht und dürfen nur zu privaten Zwecken und unter Nennung von Autor und Quelle verwendet werden. Veröffentlichungen im Internet, inkl. Social Media wie Facebook, etc., sowie jegliche kommerzielle Nutzung, muss vorher von mir genehmigt werden.


.

Lustige Gedichte in der Übersicht


Die Stubenfliege

Eine kleine Stubenfliege

hielt sich plötzlich für ne Ziege.

Aß nur Gras noch und auch Kohl

und fühlte sich dabei auch wohl.


Doch das bekam nicht ihrem Magen,

das muss man wohl so deutlich sagen.

Er blähte sich ganz furchtbar auf;

die Gase darin mussten raus.


Dann gab es einen Pups, ganz laut,

den es aus ihrem Popo haut.

Der schoss sie schnell wie ne Rakete,

mit Vollgas gegen die Tapete.


Ihr Schädel brummte wie verrückt,

als sich der nächste Pups rausdrückt.

Dann noch einer und noch zwei mehr,

schießen die Fliege kreuz und quer.


Bis schließlich sie am Boden liegt

und keinen Meter weit mehr fliegt.

Sie rappelt sich mit Mühe auf

und ist jetzt plötzlich anders drauf.


Mit Zucker denkt sie, hätt ich Spaß

und sicher nicht mit Kohl und Gras,

denn ich bin sicher keine Ziege,

sondern ne kleine Stubenfliege.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


.

Diät

Mein Bauch ist dick, mein Bauch ist rund

und das ist sicher nicht gesund.

Drum nehm ich ab, mit 'ner Diät,

denn dafür ist's noch nicht zu spät.


Doch heute fang ich noch nicht an,

weil man's auch übertreiben kann.

Denn heute feiern wir erstmal,

als wäre es das letzte Mal.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


°

Meine Mutter

Heut ist mal wieder Muttertag,

an dem ich meiner Mutter sag,

dass ich sie total gerne mag,

das ganze Jahr, an jedem Tag.


Mit Dir bin ich stark, so wie ein Stein

und fühl mich nicht mehr schwach und klein.

Doch ohne Dich wär ich allein

und würde bloß ‘ne Schraube sein.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de


°

Die Vase

Die Türe schließt sich ganz geschwind

und haut kaputt 'ne Vase;

jetzt liegt sie auf dem Boden rum:

Pech gehabt, das war se.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de (1989)


°

.


Der Wind

Es weht der Wind von West nach Ost,

dem Guido um die Ohren;

ich glaube fast es gibt heut Frost,

er ist schon fast erfroren.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de (1989)



Die Kuh

Die Kuh ist müd und macht muh, muh

- freut sich auf ihre Liege.

Sie meckert nicht und legt sich hin,

sonst wär sie ja 'ne Ziege.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de (1989)


.

Der Superstar

Am Himmel hoch die Sonne steht,

ein laues Lüftchen leise weht.

Der Blick reicht weit hinaus aufs Meer

und trotzdem ist der Strand ganz leer.


Was ist geschehn, wo sind die Leut,

bei diesem schönen Wetter heut?

Das Wasser ist tiefblau und klar,

der Luftdruck 1000 Millibar.


Ich kann es einfach nicht verstehn:

"Warum will niemand baden gehn?"

Ich frage mich: "Wie kann das sein?

Warum bin ich hier ganz allein?"


Da fällt mir ein, warum's so ist

und lauthals schrei ich: "So ein Mist!"

Ich lauf zurück in mein Hotel

und geh mich umziehn, möglichst schnell.


Jetzt weiß ich wo die Leute sind,

vom alten Greis bis hin zum Kind.

In fünf Minuten fängt es an,

ich renne hin, so schnell ich kann.


Die ganze Stadt ist heute da,

auf dem Konzert, das war ja klar.

Ich gehe auf die Bühne raus

und kriege tosenden Applaus.


Mein Erfolg ist riesengroß

und bald schon ist die Hölle los,

denn alle hier, die stehn, na klar,

auf mich, den großen Superstar.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de (1988)


Anmerkung: In der letzten Zeile kann man auch alternativ seinen eigenen Namen einsetzen; das wäre bei mir z. B.: auf Guido Lehmann Superstar ;-)


°

.

Der blonde Retter

Die Sonne sinkt ins Tal herab,

es fängt schon an zu dämmern,

da plötzlich öffnet sich ein Grab,

man hört ein leises Hämmern.


Die Disco ruft zum Eintrittspreis

von nur 1.000 Lire

und dann um Zwölf beginnt bereits

der Tanz der zwei Vampire.


Der DJ wartet schon auf sie

und alles ist paletti,

denn Smiley Bone tanzt heute Nacht

mit Josephine Sceletti.


Da fängt die nächste Maxi an,

es ist doch kaum zu fassen,

wer hat denn nur den Superhit

von Heino laufen lassen?


Für die Vampire ist's ein Schock,

sie fallen tot hernieder;

sofort zerfallen sie zu Staub

und kehren niemals wieder.


Ins Rampenlicht tritt nun hervor

ein Mann mit blondem Haar;

'ne dunkle Brille trägt er auch,

ist das nicht sonderbar?


Das Böse hat er grad zerstört,

mit einem seiner Lieder,

die Welt die ist nun endlich gut

und Heino singt nie wieder.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de (1988)


Anmerkungen: Disco = Club; Lire = italienische Währung vor der Euro Einführung; Maxi = lange Version eines Songs

°

.

Der Schönste

Es ist zu glauben wirklich kaum,

wie stets die Mädchen nach mir schaun.

sie sind total verrückt nach mir,

denn ich bin ja der Schönste hier.


Erst gestern ging's mir wieder so,

in einer Disco, irgendwo.

Ich ging hinein und sah mich um,

da standen viele Mädchen rum.


Sie sah'n mich so begeistert an,

dass ich es kaum beschreiben kann.

Mit großen Augen angeschaut,

war ich auch sofort gut gelaunt.


Das schönste Mädchen, dacht ich mir,

wär für mich grad die richt'ge Zier.

Drum schaut ich alle gründlich an,

ob eine zu mir passen kann.


Da sah ich plötzlich, ganz allein,

ein wunderschönes Mädelein.

Ich lächelte sie strahlend an,

worauf sie fiel in Ohnmacht dann.


Ich sprang zu ihr und fing sie auf

und weckte sie ganz zärtlich auf,

indem ich gab ihr einen Kuss.

- Es war ein wahrer hochgenuss.


Sie ist in meinem Arm erwacht

und hat die Augen aufgemacht.

Sie dachte wohl, als sie mich sah:

"Was für ein Mann, wie wunderbar!"


Ich sprach ganz sanft dann auf sie ein:

"Wolln wir heut Nacht zusammen sein?"

Da konnte sie nicht widerstehn

und wollt zu mir nach Haus gleich gehn.


Wir gehn in meine Wohnung rein

und schaun uns an im Kerzenschein.

Dann zieht sie aus ihr Oberteil

und ich denk bei mir: "Ist die geil!"


Nun geht sie langsam Richtung Bett,

an ihrem Körper kein Gramm Fett.

Bei ihrer Idealfigur,

da staune ich ja wirklich nur.


Doch plötzlich klingelt jemand Sturm,

wer ist das bloß, welch mieser Wurm.

Ein Bodybuilder ist's, na ja,

er brüllt: "Ist meine Freundin da?"


Aus meinem Bett ertönt ein Schrei,

da schlägt der Typ mich gleich zu Brei

und ehe ich mich noch verseh,

da ist das Mädchen längst passé.


Jetzt liege ich im Krankenhaus

und komm so schnell nicht wieder raus.

Ich kann nicht in die Disco gehn,

noch nicht mal aus dem Bett aufstehn.


Doch Krankenschwestern kümmern sich

hier wirklich intensiv um mich.

Die Schönste kommt zu mir heut Nacht;

nun ratet mal, was sie dort macht.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de (1988)


Anmerkungen: Disco = Club


°

.

Der Teenie-Star

Samstag abends um halb zehn,

da style ich mich auf,

denn ich will in die Disco gehn,

da steh ich tierisch drauf.


Mit meinem Porsche fahr ich hin,

schnapp mir gleich 'ne Blondine.

Ich sag, dass ich der Größte bin,

sie sagt sie heißt Christine.


Sie fährt gleich völlig auf mich ab,

was zu erwarten war;

"Gehn wir zu dir?", fragt sie mich knapp,

"Na logisch, ist doch klar!"


Doch leider fehlt mir grad die Zeit,

wir müssen es verschieben,

mir geht das jetzt doch etwas weit,

mit ihren starken Trieben.


Nun will ich erstmal tanzen gehn,

um kräftig aufzukrachen;

könnt mich der Michael Jackson sehn,

der würde Augen machen.


Die Mädchen schauen ganz gebannt,

sie können es nicht lassen;

dann kommen sie schnell angerannt,

in riesengroßen Massen.


Sie sind total verrückt nach mir,

ich kann mich kaum noch retten,

denn mindestens einhundertvier,

sind an mir wie die Kletten.


Und doch bemerk ich keinen Schmerz,

trotz meiner siebzig Jahr,

denn dank der Kraft von Doppelherz

bin ich ein Teenie-Star.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de (1988)


Anmerkungen: Disco = Club; Ich wurde weder von Porsche, noch von Doppelherz gesponsert :-)


°

.

Heiße Nächte in Lloret de Mar

Im Urlaub bin ich in Lloret,

denn ich find's hier besonders nett.

Die Sonne scheint, der Strand ist leer,

ich lieg im Sand und schau aufs Meer.


Auf einmal wird der Strand ganz voll,

das finde ich besonders toll;

um mich herum gibt's viel zu schauen,

denn überall sind plötzlich Frauen.


Cool wie ich bin, zu jeder Zeit,

bin ich für alle Frauen bereit

und ohne Zeit noch zu verschwenden,

tu ich mich gleich an eine wenden.


Ich sprech sie an und flirte los,

wie schaffe ich das immer bloß?

Sie fährt auch sofort auf mich ab,

weil ich viel Charme stets an mir hab.


Ich nehm sie mit zu mir nach Haus

und sie zieht sich auch sofort aus.

Was jetzt passiert, kann man sich denken,

sie wird mir ihren Körper schenken.


Am nächsten Morgen, gegen Zehn,

da wacht sie auf, sie muss nun gehn.

Ich sag ihr dann noch schnell "Lebwohl,

die Nacht war schön, das war's dann wohl."


Nun geh ich wieder an den Strand

und leg mich einsam in den Sand.

Doch bald wird wieder angemacht,

'ne schöne Frau für heute Nacht.


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de (1995)


°

.

Die beste Band der Welt

Langsam tret ich aus dem Haus,

die Gegend sieht noch friedlich aus.

Ich steige in mein Auto ein

und fahre Richtung Sonnenschein.


Ich fahr alleine in den Tag,

weil ich das wirklich gerne mag;

dann schalte ich mein Radio ein

Antenne Bayern soll es sein.


Doch irgendetwas stimmt da nicht,

was man im Radio spielt und spricht;

drum fahr ich gleich nach München

um kräftig mal zu schimpfen.


Ich fahre dort zum Sender hin,

wo ich auch sehr willkommen bin,

denn was man dort gebrauchen kann,

das ist ein wirklich guter Mann.


Ich such ein Studio mir gleich

und starte meinen großen Streich.

Ich will, dass endlich was passiert,

das alle Hörer fasziniert.


Den Moderator schick ich weg,

denn es hat wirklich keinen Zweck,

dass er noch weiter was erzählt

und auch die falschen Platten wählt.


Dann schnapp ich mir das Mikrofon

und drehe kräftig auf den Ton,

dass meine Stimme überall

gehört wir, laut mit Superschall.


"Wer spricht im Radio ganz geschwind?

Es ist der Guido, denn er spinnt!

Doch Leute lasst euch nur nicht stören,

gleich gibt's gute Musik zu hören."


Ich lege eine Platte auf,

mit Titeln von Die Ärzte drauf.

Als erstes spiel ich Westerland,

das ist als Superhit bekannt.


Es geht ruckzuck und dann im Nu,

da hört in Bayern jeder zu,

denn allen Leuten hier gefällt,

der Sound der besten Band der Welt!


© Guido Lehmann, Guidos-Gedichte.de (1988)


°

.